Beinahe tödlicher Stromunfall in einer HS/NS-Anlage

Was geschah..
Bei einer routinemäßigen Sichtkontrolle der 10kV/0,4kV Trafos in Energiestationen führte das Öffnen der Verteilertüre zu einem Überschlag in der Trafobox und verletzte den Mitarbeiter schwer.

Was war die Ursache?

Da es zu keinerlei Betriebsunterbrechungen kam, wurde der Unfall nicht bemerkt. Ein zufällig vorbeikommender Kollege verständigte den Notarzt. Der Grund für den Unfall war zunächst völlig unklar. Wir waren wenige Stunden später vor Ort und untersuchten den Vorfall an Hand der Strommarken in der Trafobox. In nahezu detektivischer Kleinarbeit konnten wir schließlich die Ursachen für die Katastrophe eruieren.
Durch nachträgliche Veränderungen in Form von Abstützungen der Luftleitplatten im Inneren der Trafobox war es zu einer unzulässigen Verringerung der Sicherheitsabstände zwischen spannungsführenden Teilen und Gehäuse gekommen. Dieser nachträgliche Einbau der an sich typ-geprüften Schaltanlage und der Umstand, dass durch Öffnen der Türe der Luftstrom zwischen Abstützung und spannungsführenden Teil zusammenbrach, führte zu besagtem Überschlag.
Da es sich um ein gelöschtes 10kV-Industrienetz handelte, erfolgte zum Zeitpunkt des Unfalls keine Abschaltung. Erdschluss stand nur wenige mSec. an.

Was konnten wir bewirken?
Weitere Untersuchungen ergaben, dass diese Veränderungen in Trafoboxen konzernweit und nicht vorschriftskonform durchgeführt worden waren. Der Hersteller baute daraufhin ca. 200 Trafoboxen um.
Beinahe tödlicher Stromunfall in einer HS/NS-Anlage
Beinahe tödlicher Stromunfall in einer HS/NS-Anlage
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